BZ Kultur – Monday, July 8, 2013

Für den Einbau der XXL-Bilder von Rebecca Raue musste die Galerie Schultz umgebaut werden.


bz artikel 2013

Bunte Holzplatten bedecken jeden Zentimeter Wand der Galerie Schultz. Hier war die Künstlerin Rebecca Raue am Werk. Ihre raumgreifende Installation nennt sie „The Body Became Space“ – auf deutsch „Der Körper wurde Raum“.

 Mit ihrer Kunst sprengt sie das Galerie-Format, weil sie damit ein großes Thema bewältigt: „Es geht um eine Lebensreise“, erklärt Raue vor ihrer Vernissage der B.Z. „Ich will für innerliche Vorgänge äußerliche Formen finden“.

Dafür verkleidete die 36-Jährige 90 m2 Galerie-Wand mit abstrakt bemaltem Holz. Für die Vorbereitung ihrer XXL-Show musste sie sogar ihr Atelier wechseln. „Die Platten passten einfach nicht durchs Treppenhaus“, erzählt sie lachend.

Auch die Galerie musste dafür umgebaut werden: „Wir haben zwei neue Wände eingezogen und hinter den Platten gibt es ein komplettes Ständerwerk“, verrät Raue. Aus der Farbe auf dem Holz tauchen Worte und Satzfetzen wie „Wach werden“, Freunde“ und „Chaos“ auf. Schriftbilder nennt Raue das. „Die Malerei soll kein Ausschnitt mehr sein, sondern einen gänzlich umgeben“, sagt sie zu ihrem Raumkonzept für die Galerie Schultz. Ein Thema, das sie schon lange beschäftigt.

Erwerben kann man ihre Platten übrigens nicht. „Ich wollte weg von den schönen Bildchen, die verkauft werden“, sagt Raue. Fans hat sie trotzdem genug. Einer davon ist der eigene Papa, Staranwalt Peter Raue. Er hat viele Bilder von ihr. Diese wird er nicht aufhängen können. Sie sprengen einfach jeden Raum.